Neuer Förderbrunnen stärkt Wasserversorgung in Gernsheim


Die Arbeiten am neuen Förderbrunnen des städtischen Wasserwerks wurden erfolgreich abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme Mitte Februar 2026 reagiert die Stadt auf die rückläufige Leistungsfähigkeit eines bestehenden Brunnens und stärkt zugleich die langfristige Versorgungssicherheit.

Bereits im Jahr 2016 hatte sich gezeigt, dass einer der bisherigen Förderbrunnen nicht mehr seine ursprüngliche Ergiebigkeit erreichte. Regenerierungsmaßnahmen brachten nur begrenzten Erfolg; die Verockerung war letztlich zu weit fortgeschritten. Um auch künftig ausreichend Förderkapazitäten vorzuhalten, insbesondere in Zeiten hoher Verbrauchsspitzen, wurde 2021 der Neubau eines zusätzlichen Brunnens auf den Weg gebracht.

Nach der Antragsstellung für den Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens beim Regierungspräsidium Darmstadt im Sommer 2021 und der wasserrechtlichen Genehmigung im Juli 2022 konnte die Planung konkretisiert werden. Es folgten Erkundungsbohrungen, die Ausführungsplanung sowie im Herbst 2023 die Beauftragung des Brunnenbaus. Anfang 2025 wurden die elektrotechnische Anbindung und die technische Ausrüstung umgesetzt. Nach Abschluss aller Bau- und Restarbeiten ist der neue Förderbrunnen nun vollständig betriebsbereit. Die Gesamtkosten für Planung, Bau und technische Ausstattung beliefen sich auf rund 1,22 Millionen Euro.

Mit einer Spitzenförderleistung von rund 130 Kubikmetern pro Stunde – das entspricht 130.000 Litern – stabilisiert der neue Brunnen die technische Leistungsfähigkeit des Wasserwerks und erhöht die betriebliche Flexibilität. Einzelne Brunnen können künftig bei Wartungs- oder Regenerationsmaßnahmen vorübergehend außer Betrieb genommen werden, ohne die Versorgung zu beeinträchtigen. Bereits zuvor war dies grundsätzlich möglich. Durch den zusätzlichen Brunnen stehen hierfür jedoch größere Reserven zur Verfügung und die Versorgungssicherheit wird weiter gestärkt.

„Die Sicherung unserer Trinkwasserversorgung ist eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Mit dieser Investition stellen wir die Weichen für eine verlässliche und zukunftsfähige Infrastruktur“, erklärt Bürgermeister Burger.