Stadtplan mit farblich markierten Fließwegen und Überflutungsbereichen; daneben ein Regenmesser

Starkregengefahrenkarten

Starkregengefahrenkarten

Starkregen kann innerhalb weniger Minuten zu Überflutungen führen – auch fernab von Flüssen und Bächen. Die Starkregengefahrenkarten zeigen, welche Bereiche bei außergewöhnlichen Niederschlägen besonders betroffen sein können. Informieren Sie sich über mögliche Risiken und treffen Sie frühzeitig Vorsorgemaßnahmen zum Schutz von Menschen, Gebäuden und Sachwerten.

Hinweise zu den Simulationsszenarien, Fließgeschwindigkeiten und Wasserhöhen

Die Karten sind nach einem Raster aufgeteilt. Den betroffenen Bereich finden Sie in der PDF-Rasterkarte.

Für jeden Bereich sind zwei Szenarien dargestellt:

Zum einen ein Starkregenereignis mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 30 Jahren. Eine statistische Wiederkehrzeit von 30 Jahren bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis dieser Stärke in jedem Jahr etwa 3,3 % beträgt. Sie beschreibt einen statistischen Mittelwert und nicht den tatsächlichen zeitlichen Abstand zwischen zwei Ereignissen. So können Starkregenereignisse durchaus auch mehrfach innerhalb eines Jahres vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens ein 30-jährliches Ereignis innerhalb von 30 Jahren zu erleben, beträgt etwa 64 %.

Zum anderen ein sogennantes RADKLIM-Ereigniss. Es zeigt die möglichen Folgen eines außergewöhnlich starken Starkregenereignisses. In diesem Szenario wurde von einem Niederschlag von 188 mm / Stunde ausgegangen. Dies entspricht einer Jahresniederschlagswassermenge von fast 30 Prozent für Gernsheim. Ein solches Ereignis fand tatsächlich am 08.06.2023 in Hergershausen (bei Babenhausen) statt.

In der Karte werden die voraussichtlichen Fließwege mit ihrer Fließgeschwindigkeit und Überflutungsbereiche des Oberflächenwassers mit der voraussichtlichen Wassertiefe dargestellt. Die Farbgebung gibt dabei einen schnellen Überblick über die mögliche Überflutungstiefe: Je dunkler die Darstellung, desto höher die berechnete Wassertiefe. Lila gekennzeichnete Bereiche weisen mit zwei Metern oder mehr die höchsten dargestellten Wassertiefen auf. Die Ergebnisse beruhen auf hydrodynamischen Modellberechnungen und zeigen mögliche Gefährdungen, nicht den tatsächlichen Verlauf eines künftigen Ereignisses.

Weitergehende Informationen zum Thema Starkregen und Vorsorge erhalten Sie auch auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilf

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