Museum der Schöfferstadt Gernsheim

 

Träger: Schöfferstadt Gernsheim
Kontakt siehe rechts

Leitung: Kunst- und kulturhistorischer Verein der Schöfferstadt Gernsheim
Ansprechpartner:
Franz Tschiedel Tel. 06258/3208
Klaus Müller Tel. 06258/51768

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Bei Sonderausstellungen zusätzlich am ersten Sonntag nach der Ausstellungseröffnung von 15 Uhr bis 17 Uhr. Während der hessischen Ferien ist das Museum geschlossen.
 
Derzeit finden Sie folgende Vorträge und Sonderausstellungen:
 

Ausstellung „Expedition Custine“

Rheinland – Pfalz, Hessen, Gernsheim und die gescheiterte Freiheit 1792/93

Unter dem Titel „Expedition Custine“ präsentiert das Museum der Schöfferstadt Gernsheim eine Epoche, in der die Französische Revolution bis in das Hessische Ried kam. 

Im Herbst 1792, drei Jahre nach Ausbruch der Französischen Revolution, gelangte vom Elsass aus französisches Militär unter General Custine nahezu ohne Gegenwehr über Rheinhessen bis in das Hessische Ried. 

Rechtzeitig erkannte der seither noch glattrasierte und feine Graf Custine schnell, woher der Wind in Frankreich nach dem Sturm auf die Bastille wehen würde.  Anstatt wie andere Adelige sich abzusetzen, blieb Custine, ließ sich einen bürgerlichen Bart wachsen und setzte sich als General an die Spitze einer Revolutionsarmee, die bis über den Rhein in unsere nähere Heimat vorstieß. 

Die Ausstellung „Expedition Custine“ basiert auf der gleichnamigen wissenschaftlichen Aufarbeitung von Prof. Arthur Chuquet von 1892 und wurde von Dr. Dr. Mark Scheibe für die Ausstellung erstmals ins Deutsche übertragen. 

Ausstellung „Der berüchtigte Räuber Schinderhannes und seine Spießgesellen“

Im Rahmen der Sonderausstellung „Expedition Custine“ ist es gelungen, eine begleitende Dokumentation über den Räuberhauptmann Schinderhannes und seine Mittäter im Museum der Schöfferstadt Gernsheim zu präsentieren. 

Johannes Bückler, der 1803 im Alter von 24 Jahren wegen mehrerer Morde und  dutzender Raubtaten und Erpressungen in Mainz hingerichtet wurde, ist nur ein kleines Beispiel für die Zeit vor über 200 Jahren. Damals nahmen durch die Kriege der Französischen Revolution auch in unserer Heimat die Kriminalität und die Gewalt überhand.  

Den meisten Teil seiner aktiven kriminellen Karriere verbrachte er rechts und links des Rheins. „Bei Eich und Hamm komm‘ die Räuber zusamm‘“, hieß es schon im Bericht des Mainzer Gerichtspräsidenten Rebmann 1804. So nutzte auch Schinderhannes oft diese Passage über den Rhein. Auch in Klein-Rohrheim kannte man den Ganoven, der dort unter nicht vollständig geklärten Umständen am Tod eines Mainzer Korporals beteiligt gewesen ist. 

Schinderhannes verübte nachweisbare 130 Straftaten, darunter die Teilnahme an fünf Tötungsdelikten. Das intensive Leben bescherte ihm mindestens vier Kinder, zwei hatte er mit Julchen, seiner letzten Liebe. Im Mai 1802 wurde er im Taunus gefangengenommen und endete mit 24 Jahren unter der Mainzer Guillotine. 

Viele der Mittäter wurden noch Jahrzehnte später in Hessen ermittelt; doch auch damals schon machte die Kriminalität nicht vor der Grenze halt. Geradezu mit globalem Ausmaß verstreuten sich die Gauner, einige von ihnen endeten in Südamerika. 

Veranstalter:                         Historische Kommission für die Rheinlande 1789 – 1815 in Verbindung mit dem Kunst- und Kulturhistorischen Verein der Schöfferstadt Gernsheim e.V. 

Beide Ausstellungen können bis 21. Oktober 2018 besichtigt werden.


Kunstausstellung "Aquarelle der Rheinauenlandschaft" von Hans Pehle
Der Maler Hans Pehle sagt zu seinen Landschaftsbildern:
"Diese Landschaft ist es wert, dass man hinsieht und sie schätzen lernt. 
Wer sich Zeit nimmt, wie es der Maler machen muss, bekommt auch den
 Blick für die Farben und Veränderungen der Jahreszeiten, kann Dinge sehen,
an denen man sonst vorübereilt: Etwa das Erlkönig hafte alter Kopfweiden,
oder das pittoreske Grün bemooster Baumstämme, eben diese Mystik, die
 von der Auenlandschaft ausgeht."
Die Ausstellung ist bis Juli 2018 während der Öffnungszeiten im Museum am Schöfferplatz zu sehen.

 

 

Das Museum besteht seit 1978 und wurde nach einer umfassenden Renovierung und Neugestaltung im November 2003 wiedereröffnet. Neben zusätzlichen Räumlichkeiten konnte das historische Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr (siehe auch hier) mit in die Museumskonzeption einbezogen werden. Die Kooperation mit privaten Sammlern und Museen erweitert das bestehende Angebot, das in nachfolgende Abteilungen gegliedert ist:
  • Historische Feuerwehr
  • Ostdeutsche Heimatstube
  • Stadt- und Kirchengeschichte
  • Leben und Wirken von Peter Schöffer und Joseph Schmitt
  • Historische und zeitgenössische Binnenschifffahrt
  • Jagd- und Fischerei
  • Eiszeitliche Fauna und Flora
  • Vor- und Frühgeschichte

 

Themenbezogene Vortragsveranstaltungen und Sonderausstellungen ergänzen das bestehende Angebot.
 
 

Stadtführungen in Gernsheim und

Führungen mit dem Fahrrad um Gernsheim herum

In und für Gernsheim führen Hildegard Bolenz und Holger Buchhaupt im Auftrag des Kunst- und Kulturhistorischen Vereins.

Geopark – vor - Ort“ - Das besondere „Vor-Ort-Wissen“ der Menschen aus der Region - z.B. um die Gebäuden, um Arbeitsbedingungen und Bearbeitungstechniken vergangener Jahrzehnte sowie die Erinnerungen an örtliche Begebenheiten, die aus einem historischen Faktum eine interessante „Geschichte“ machen, steht hier im Mittelpunkt. Quelle:www.kuehkopf.hessen.de

Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an Hildegard Bolenz. Weitere Geopark-Vor-ort-Begleiter im hessischen Ried erreichen Sie über folgende Quelle: und www.geo-naturpark.de