Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

Anlässlich des Volkstrauertags am 15.11.2020 legten Stadtverordnetenvorsteher Horst-Dieter Kaspar und Bürgermeister Peter Burger für die städtischen Gremien einen Kranz am Ehrenmal auf dem städtischen Friedhof nieder. Hans-Josef Becker vertrat den Bund der Vertriebenen und den Verein Memor, Andrea Bonifer den Sozialverband VdK.

In seiner kurzen Begrüßung der kleinen Gruppe, die auf dem Friedhof zusammengekommen war, ging der Bürgermeister auf den Corona-bedingt sehr kleinen Rahmen des diesjährigen Gedenkens ein. Auf die Mitwirkung von Posaunenchor, Gesangvereinen und Schulen, die der Gedenkfeier in den letzten Jahren immer einen sehr würdigen Rahmen gaben, musste verzichtet werden. Und sollte die Veranstaltung zunächst anstatt in der Trauerhalle im Freien stattfinden, beschränkte man sich aufgrund der neuesten Entwicklung zuletzt ausschließlich auf die Kranzniederlegung. In diesem Sinne musste in diesem Jahr auch auf eine öffentliche Einladung verzichtet werden.

Umso mehr gelte es jedoch, die Botschaft des Volkstrauertages präsent zu halten, die einerseits an die Opfer von Krieg, Terror, Flucht und Vertreibung bis in unsere heutige Zeit erinnere, die andererseits aber auch die Mahnung beinhalte, den Frieden zwischen den Menschen und Völkern für die Zukunft zu bewahren, so Burger. Das gegenwärtige Beispiel im Nachgang der Präsidentenwahl in den USA zeige, wie große Teile einer traditionsreichen, demokratisch verfassten Gesellschaft heute die Legitimität einer freien Wahl in Zweifel ziehen und wie Zwietracht von verantwortlicher Stelle nicht sachlich ausgeräumt, sondern mit hetzerischer Rhetorik noch verstärkt werde.

Unser demokratisches Zusammenleben sei keine Selbstverständlichkeit. Wir müssten vielmehr stetig dafür arbeiten, dass uns all das erhalten bleibt, was das Leben in einer freien Gesellschaft ausmacht. In diesem Sinne sei die Botschaft des Volkstrauertags heute immer noch aktuell.

Wie in jedem Jahr fasste der Bürgermeister seine Gedanken in dem Satz zusammen: „Denken wir immer daran, dass der äußere Friede bei unserer eigenen inneren Friedfertigkeit beginnt.“

 

 

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