Fahrradfahrer aus Bar-sur-Aube zu Gast in Gernsheim

Bereits zum 23. Mal kam eine Gruppe französischer Fahrradfahrer aus der Partnerstadt Bar-sur-Aube nach Gernsheim. Doch stand der Besuch in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Vorzeichen. Denn während die Fahrt in den letzten Jahren stets anlässlich des Fischerfests stattfand, war dies in diesem Jahr aus den bekannten Gründen nicht möglich. Trotzdem wollten die Sportler es sich nicht nehmen lassen, die Tour noch im Jahr 2020 nachzuholen. Und so starteten sie am Freitag (4.) mit neun Fahrradfahrern und drei weiteren Personen, die die Begleitfahrzeuge steuerten. (Alle Sportler hatten sich 48 Stunden vor der Fahrt einem Corona-Test unterzogen.) Im Gegensatz zu den früheren Jahren fuhr man dieses Mal die 420 Kilometer lange Strecke in Teams à drei Radfahrern nonstop im Sinne einer Staffelfahrt, sodass die Gruppe bereits am Samstag um 11 Uhr am Fischerfesthaus begrüßt werden konnte. Die beiden Geschäftsführer des Fischerfests, Michael Schäfer und Heiko Adler hießen die Gäste ebenso herzlich willkommen wie Bürgermeister Peter Burger. Für den freundlichen Empfang dankten Didier Bertin, Vorsitzender der „Cyclistes“, ebenso wie Arnaud Schwartz, Vorsitzender des Verschwisterungskomitees in Bar-sur-Aube und selbst passionierter Fahrradfahrer.

Nach kurzer Erholung stand am Nachmittag eine Stadtrundfahrt in Darmstadt auf dem Programm. Der Abend stand (unter Einhaltung der einschlägigen Corona-Regeln) im Zeichen geselligen Beisammenseins. Beim Gottesdienst am Sonntagmorgen in der katholischen Pfarrkirche begrüßte Pfarrer Clemens Wunderle die Gäste im Einzelnen persönlich. Im Besonderen gedachte man Jean-Pierre Déon, der im Jahr 2017 zum 20. Mal mit den Radfahrern in Gernsheim war, aus diesem Anlass mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde und leider wenige Wochen später verstarb.

Bei dem anschließenden Empfang im Stadthaus betonte Bürgermeister Peter Burger, dass man sehr großen Respekt habe vor der sportlichen Leistung. Mindestens ebenso beeindruckend sei jedoch auch die Leistung im Sinne der Städtepartnerschaft. Die gegenwärtige Corona-Pandemie bringe viele Einschränkungen im Bereich der Unternehmen und Verwaltungen aber auch im gesellschaftlichen Miteinander. Ihn erfülle die Sorge, ob all das, was jetzt unterbrochen ist, in einigen Monaten wieder neu belebt werden könne. Umso wertvoller sei dieser Besuch der Gäste aus Frankreich, der ein großartiges Zeichen setze, auch in schweren Zeiten zusammenzuhalten und die Verbindung der Partnerstädte aufrechtzuerhalten. Der besondere Dank der Gäste galt unter anderem Hildegard Bolenz für die Vorbereitung des Programms und Christian Wolf, der in gewohnter Souveränität als Dolmetscher alle Sprachbarrieren zu überwinden half.

 

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