Rheinisches Fischerfest

Jedes Jahr am ersten Augustwochenende wird in Gernsheim das Rheinische Fischerfest, eines der größten Volksfeste Südhessens, gefeiert.

Hintergrund des Festes:
Das "Rheinische Fischerfest" wurde als Versöhnungsfest zwischen Berufs- und Sportanglern am 28. April 1949 in Gernsheim gegründet. Seit Kriegsende gab es erhebliche Differenzen um die Angelrechte zwischen den beiden Gruppen. Auch in Gernsheim bedeutete das Ende des Krieges den Wiederaufbau der Stadt und vor allem Nahrungsmittelrationierung. Fisch gehörte zu einem der wenigen Nahrungsmittel, das nicht unter die Rationierungsvorschriften fiel. So war es kaum verwunderlich, dass das private Angeln sprunghaft anstieg und die Berufsfischer um ihre Existenz fürchteten. Des weiteren diente das Sportangeln als Jagdersatz. Nach der deutschen Kapitulation durfte kein Deutscher mehr Schusswaffen besitzen, womit die Jagd nicht mehr möglich war. Nach der Währungsreform entspannte sich die missliche Versorgungslage zusehends, so dass ein Treffen der "Streithähne" im Januar 1949 möglich wurde. Bei dieser überaus harmonisch verlaufenen Zusammenkunft konnten fischereirechtliche Fragen geklärt und alte Differenzen beigelegt werden. Am Ende schlug der damalige Vorsitzende des Verbandes Deutscher Sportfischer, Christian Reibold, vor: "Wie wäre es, wenn wir hier in Gernsheim einmal ein Backfischfest abhalten würden? Gernsheim in seiner schönen Lage und mit seiner Tradition wäre hierzu der beste Platz." Damit war die Idee eines Fischerfestes geboren. Die Schirmherrschaft für das Fest übernahm der damalige Bürgermeister Peter Adler. Festplatz ist seit damals die Hafenmole, von den Gernsheimern "Hafenspitze" genannt.
Weitere Informationen zum Fischerfest erhalten sie hier.
Hafenkonzert
Im Vorprogramm des Rheinischen Fischerfestes wird jedes Jahr ein Hafenkonzert mit wechselnden Musikgruppen veranstaltet. Veranstaltungsort ist die Rheinstraße vor dem Fischerfesthaus.